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Interim-Support für Accounting und Controlling: wann sich die kurzfristige Verstärkung lohnt

Interim-Support lohnt sich, wenn der Bedarf zeitlich begrenzt, fachlich anspruchsvoll und dringlich ist, etwa bei einer offenen Stelle, einem Rückstand oder einem Projekt neben dem Tagesgeschäft. Eine Festanstellung lohnt sich, wenn der Bedarf dauerhaft ist. Die Entscheidung hängt also weniger vom Fachgebiet ab als von der Dauer und der Dringlichkeit des Bedarfs.

In welchen Situationen ist Interim-Support die bessere Wahl?

Vier Situationen kommen in der Praxis am häufigsten vor. Eine Stelle wird kurzfristig frei (durch Kündigung, Elternzeit oder Krankheit), und wie lange die Suche nach der Nachfolge dauert, ist ungewiss. Ein Projekt läuft neben dem Tagesgeschäft, etwa eine Systemumstellung oder eine Prozessdigitalisierung, für die im Team schlicht die Zeit fehlt. Ein Rückstand ist entstanden, und er muss abgearbeitet werden, bevor die nächste Frist greift. Der Bedarf ist noch unklar: Ein Unternehmen wächst oder verändert sich, und ob daraus eine dauerhafte Stelle wird, zeigt sich erst nach einigen Monaten. Betrifft die offene Position die Finanzleitung selbst, gilt ein ähnliches Muster: mehr dazu unter Führungswechsel im Finance.

In all diesen Fällen wäre eine Festanstellung entweder zu langsam (bis die Stelle dauerhaft vergeben ist, vergeht Zeit) oder unpassend (der Bedarf endet mit dem Anlass).

Für die operative Buchhaltung übernimmt das oft ein Interim Buchhalter, im Controlling passt eher unsere Leistung Controlling & Reporting.

Wann ist eine Festanstellung die bessere Wahl?

Wenn der Bedarf dauerhaft ist, ist eine Festanstellung fast immer die wirtschaftlichere Lösung: Interim-Einsätze sind für befristete, fachlich anspruchsvolle Aufgaben kalkuliert, nicht für laufende Routine über Jahre. Auch wenn die Aufgabe stark ins Tagesgeschäft eingebunden ist und langfristige Teamzugehörigkeit wichtiger ist als eine zeitlich befristete Lösung, spricht das für eine Festanstellung. Beides schließt sich nicht aus: Häufig ist die sinnvollste Lösung, die Lücke bis zur Festanstellung mit Interim-Support zu überbrücken, statt zwischen beiden Wegen wählen zu müssen.

Interim-Support und Festanstellung im Vergleich

KriteriumInterim-SupportFestanstellung
Verfügbarkeithängt von Anforderung und Profil ab; die Rückmeldung erfolgt in der Regel innerhalb eines Werktagesdauert meist Monate, bis die Stelle dauerhaft vergeben ist
Passender Bedarfzeitlich begrenzt, fachlich anspruchsvolldauerhaft, ins Tagesgeschäft eingebunden
VorwissenErfahrung aus mehreren Unternehmen und Systemenabhängig von der Person, die eingestellt wird
Kosten je Taghöher als eine umgerechnete Festanstellungüber die Zeit meist günstiger, wenn der Bedarf dauerhaft ist
Bindungendet mit dem Anlassdauerhaftes Beschäftigungsverhältnis

Keine Zeile ist grundsätzlich „besser“: welche Spalte passt, entscheidet allein, wie lange und wie sicher der Bedarf ist.

Welche vier Punkte die Entscheidung eingrenzen

  • Dauer des Bedarfs. Wochen oder Monate sprechen für Interim, Jahre für eine Festanstellung.
  • Menge oder Beurteilung. Reine Belegerfassung ist etwas anderes als eine Entscheidung, die fachliches Urteilsvermögen braucht.
  • Termine im Zeitraum. Monatsabschluss, Jahresabschluss, Meldungen, Systemumstellung. Diese Termine verschieben sich nicht, nur weil eine Stelle offen ist.
  • Fachliche Abnahme im Haus. Ganz ohne Gegenüber wird jede externe Unterstützung mühsam.

Was unterscheidet Interim-Support inhaltlich von einer Festanstellung?

Ein Interim-Professional übernimmt Verantwortung für seinen Bereich, nicht als Zuträger, sondern als die Person, die den Bereich führt, solange der Einsatz dauert. Er kennt die Aufgabe bereits aus mehreren Unternehmen und Systemen. Und der Einsatz endet mit dem Anlass: Es entsteht kein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis, das nach Wegfall des Bedarfs wieder abgebaut werden müsste.

Wenn der Anlass eine konkrete Vakanz in der Buchhaltung ist, finden Sie eine ausführliche Gegenüberstellung aller Optionen im Ratgeber Vakanz in der Buchhaltung überbrücken.

Was am Ende des Einsatzes übrig bleiben sollte

Ein guter Interim-Einsatz endet nicht mit einer Lücke, sondern mit einem dokumentierten Stand: abgestimmte Konten, ein nachvollziehbarer Bearbeitungsstand, und Wissen, das nicht nur in einem Kopf steckt. Diese Frage lohnt sich, bevor der Einsatz beginnt, nicht erst am letzten Tag: Was soll vorliegen, wenn der Einsatz endet? Wer das vorher klärt, bekommt am Ende eine Übergabe statt eine neue Lücke.

Wie läuft der Einstieg mit Interim-Support ab?

Drei Schritte: Analyse & Abstimmung, im ersten Gespräch klären wir Ihren Bedarf, die benötigte Qualifikation, die eingesetzten Systeme und den Zeitrahmen. Auswahl & Vorschlag: auf dieser Basis stellen wir Ihnen einen passenden Finance Professional vor, mit Erfahrung für genau Ihre Aufgabe. Start & Begleitung: nach Ihrer Entscheidung beginnt der Einsatz, Onboarding und Einsatzplanung begleiten wir mit.

Auf Ihre Anfrage melden wir uns in der Regel innerhalb eines Werktages. Wir sind dabei ausschließlich auf das Finanz- und Rechnungswesen spezialisiert (Accounting, Controlling, Financial Operations und projektbezogene Finance-Aufgaben), damit die vorgeschlagene Erfahrung wirklich zu Ihrer Aufgabe passt.

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Häufige Fragen

Wann macht es Sinn, kurzfristig Interim-Support für Accounting oder Controlling reinzuholen, statt direkt fest einzustellen?

Kurzfristiger Interim-Support lohnt sich, wenn eine offene Stelle, ein Projekt neben dem Tagesgeschäft, ein Rückstand oder ein unklarer Bedarf eine schnelle Lösung braucht, ohne dass sich eine Festanstellung schon rechnet.

Ab welcher Dauer lohnt sich Interim-Support statt einer Festanstellung?

Als Richtwert: Wochen bis wenige Monate sprechen für Interim-Support. Wird der Bedarf auf Dauer angelegt, ist eine Festanstellung meist die wirtschaftlichere Lösung.

Kann Interim-Support auch parallel zur Suche einer Festanstellung laufen?

Ja. Eine häufige Praxis ist, die Lücke bis zur Festanstellung mit Interim-Support zu überbrücken, statt sich zwischen beiden Wegen entscheiden zu müssen.

Was, wenn im Haus niemand die fachliche Arbeit beurteilen kann?

Dann wird jede externe Unterstützung schwieriger, unabhängig vom gewählten Weg. Ein erstes Gespräch klärt, wie sich das in Ihrem Fall am besten lösen lässt.

Gilt das auch für Controlling, nicht nur für Buchhaltung?

Ja. Die vier Situationen (offene Stelle, Projekt neben dem Tagesgeschäft, Rückstand, unklarer Bedarf) treten im Controlling genauso auf wie im Rechnungswesen.

Wie schnell kann Interim-Support starten?

Auf Ihre Anfrage melden wir uns in der Regel innerhalb eines Werktages. Der tatsächliche Start hängt danach von Anforderung und Verfügbarkeit ab.

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